
Als ich in meinem letzten Studienjahr war, entschied ich mich für ein großes Abenteuer. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich diese Reise wirklich machen konnte – trotzdem war ich von der Idee begeistert. Damals hatte ich bereits erste Erfahrungen mit dem Trampen gesammelt und einige Blogbeiträge darüber gelesen.

Meine Reise begann direkt von meinem Zuhause aus. Ich hatte nur einen großen Rucksack dabei – mit einem Zelt und einem Schlafsack. Ich ging auf die Hauptstraße, hob den Daumen und wartete auf ein Auto. Diese Momente finde ich besonders spannend, weil man nie weiß, wohin man fahren wird oder wann jemand anhält.
Meine erste Fahrt war mit einer älteren Frau, die mich nach Brünn mitnahm. Von dort ging es weiter nach Wien und später nach Graz. In Graz hatte ich über Couchsurfing eine Unterkunft gefunden. Ich war sehr glücklich, diese Strecke geschafft zu haben – damals sprach ich noch kein Deutsch und musste überall Englisch benutzen.

Am nächsten Tag fuhr ich weiter nach Slowenien und anschließend nach Kroatien. Ich war noch nie zuvor in Kroatien gewesen, und dieses Land hat mir sehr gut gefallen. Ich erinnere mich an viele Katzen und an die vielen Steinhäuser. Ich hatte ein gutes Gefühl und war glücklich, Kroatien in nur zwei Tagen erreicht zu haben.
Früher hatte ich gehört, dass Trampen in Kroatien schwierig sein kann – aber ich hatte Glück. Ich lernte einen Franzosen kennen, der mit seinem Freund mit dem Auto unterwegs war. Im Jahr davor war er als Tramper nach Albanien gereist, dieses Jahr hatte er sich für einen Roadtrip entschieden. Sein Plan war einfach: verschiedene Menschen kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln. Ich reiste drei Tage lang mit ihnen.




Nach meinen drei Tagen mit den Franzosen fuhr ich allein weiter nach Montenegro. Das Land überraschte mich mit seiner wilden Küste, den zerklüfteten Bergen und der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen. Montenegro ist eines jener Länder, das man kaum auf dem Radar hat – und das einen dann vollkommen umhaut.



Von Montenegro aus reiste ich weiter nach Albanien – für viele Europäer noch immer ein weißer Fleck auf der Reisekarte. Und genau das macht es so besonders. Die Menschen sind unglaublich offen und hilfsbereit, die Landschaft ist atemberaubend, und das Land hat eine ganz eigene, raue Schönheit. Insgesamt war ich mit Albanien sehr zufrieden.









Von Albanien aus reiste ich nach Griechenland, wo ich meinen Freund aus Frankreich wiedertraf. Wir reisten eine Woche lang zusammen und entdeckten viele interessante Orte – zum Beispiel die faszinierenden Meteora-Klöster, den sagenhaften Olymp und viele wunderschöne Strände. Griechenland war das krönende Highlight der gesamten Reise.









In Athen trennten sich unsere Wege. Ich hatte keine Ahnung, wo ich übernachten sollte, also entschied ich mich, an einer Couchsurfing-Veranstaltung teilzunehmen. Wir tranken ein paar Bier, besuchten verschiedene Bars – und am Ende schlief ich bei jemandem zu Hause.
Das war das Ende meines Abenteuers. Ich machte mich wieder auf den Weg nach Tschechien. Die Reise dauerte ungefähr drei Wochen. Ich traf viele wundervolle Menschen, sah zahlreiche Sehenswürdigkeiten, genoss wunderschöne Landschaften, schwamm mehrmals im Meer – und gab insgesamt nur etwa 130 Euro aus.




